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Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

An der REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co KG (REWAG KG) sind als Kommanditisten die das Stadtwerk Regensburg.Bäder und Arenen GmbH (Firmierung bis 04.06.2018: Regensburger Badebetriebe GmbH), Regensburg, mit 64,52 % sowie die Bayernwerk AG, Regensburg, mit 35,48 % beteiligt. Persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin der REWAG KG ohne Kapitalbeteiligung ist die REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG (REWAG), Regensburg.

Gegenstand der REWAG KG ist die Energie- und Wasserversorgung sowie die Telekommunikation. Hierzu gehören insbesondere die Errichtung, der Betrieb und der Unterhalt des Versorgungsnetzes. Weiterhin gehören zum Unternehmenszweck die Erzeugung, der Einkauf, der Handel und Vertrieb von Elektrizität und Gas, die Nah- und Fernwärmeversorgung, die Wassergewinnung und -verteilung sowie die Errichtung, der Betrieb und die Verpachtung von Telekommunikationsleitungen und -anlagen. Zum 31.12.2018 waren 460 (Vorjahr: 454) Mitarbeiter beschäftigt; davon waren 74 (Vorjahr: 73) teilzeitbeschäftigt. 

Die REWAG KG ist an den nachfolgenden Gesellschaften direkt beteiligt:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital %
Regensburg Netz GmbH, Regensburg 100,00
RENION Erneuerbare Energien GmbH & Co KG, Regensburg 100,00
RENION Erneuerbare Energien Verwaltungs-GmbH, Regensburg 100,00
Windpark Hohenstein GmbH & Co. KG, Regensburg 100,00
Windpark Lindenhardt GmbH & Co. KG, Regensburg 70,00
Windpark Lindenhardt Verwaltungs-GmbH, Regensburg 70,00
R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH & Co. KG, Regensburg 55,30
R-KOM Regensburger Telekommunikationsverwaltungsgesellschaft mbH, Regensburg 55,30
REGAS GmbH & Co KG, Regensburg 50,00
REGAS Verwaltungs-GmbH, Regensburg 50,00
Stadtwerke Weimar Beteiligungs-GmbH, Weimar 25,00

 

Zur wertorientierten Steuerung des Unternehmens sowie der einzelnen Sparten wird ein unternehmenseinheitliches Controllingsystem eingesetzt. Die Funktionen des Controllings sind hierbei: Planung, Information, Kontrolle/Analyse, eine ergebniszielorientierte Steuerung sowie ein aktuelles Reporting. Des Weiteren stehen im Fokus der unternehmerischen Steuerung die effiziente Verwendung der Finanzmittel und die Liquiditätssteuerung. Unsere wesentlichen Kennzahlen zur Steuerung des operativen Geschäftes und zur Beurteilung der Finanzlage sind das EBIT, der nachhaltige Unternehmensüberschuss, die ausgabewirksamen Investitionen und der Verschuldungsfaktor. Zur internen Steuerung für die nachhaltige Ertragskraft unserer Sparten verwenden wir ein um außergewöhnliche Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Darüber hinaus berichten wir dem Aufsichtsrat der REWAG quartalsmäßig über die Unternehmensentwicklung in Form von Ist-Plan-Abweichungen hinsichtlich Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan.

Rahmenbedingungen

Das energiepolitische Geschehen war in der Vergangenheit, insbesondere in Deutschland, stark geprägt von der Auseinandersetzung über die Energieversorgungssysteme. In den letzten Jahren lag hierbei der Schwerpunkt in der Erzeugung und Förderung der erneuerbaren Energien. Die Energiepolitik orientiert sich nun stärker hin zu den Endverbrauchern. Der dazu notwendige Transformationsprozess ist von der Europäischen Union (EU) vorgegeben. Das sog. „Saubere Energie für alle Europäer“- Paket soll den privaten Haushalten durch bessere Dienstleistungen Geld und Energie einsparen helfen. Durch Anpassungen im Strommarkt-Design sollen hohe Anteile von Wind- und Sonnenenergie effizient eingespeist werden können. Die Verteilnetzbetreiber übernehmen eine zentrale Rolle in der Umsetzung der Energiewende, allen voran in der Ausgestaltung des Energiesystems. Die Energieeffizienz wird vor allem gestärkt durch einen Energiemix und Speichertechnologien, insbesondere auch mit erneuerbarem Strom in den Bereichen Wärme und Transport. In diesem ordnungs- und energiepolitischen Umfeld besteht die Aufgabe der Energieversorgungsunternehmen darin, die Umsetzung aktiv mitzugestalten.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich trotz eingebüßter Dynamik im Jahresverlauf insgesamt positiv entwickelt. Im Laufe des Kalenderjahres 2018 stieg die globale Wirtschaftsleistung nach den Schätzungen des Internationalen Währungsfonds trotz handelspolitischer Verwerfungen auf internationaler Ebene, die maßgeblich aus dem Handelskonflikt zwischen den USA und China resultieren und zu Unsicherheiten auf den internationalen Märkten geführt haben, um 3,7 % (Vorjahr: + 3,7 %) an. Auch in der Eurozone ist ein Rückgang der konjunkturellen Grunddynamik zu verzeichnen. Nach Angaben der EU ist das Bruttoinlandsprodukt 2018 um 1,9 % gestiegen (Vorjahr: + 2,3 %). Die über das gesamte Jahr andauernden Verhandlungen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union erwiesen sich als Bremsklotz für die Konjunktur. In Deutschland setzte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nach vorläufiger Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Berichtszeitraum mit 1,5 % weiter fort, verlor jedoch gegenüber dem Vorjahr (+ 2,2 %) an Schwung. Trotz positiver Wachstumsimpulse, sowohl bei den privaten als auch den staatlichen Konsumausgaben, trübte sich die Stimmung im Jahresverlauf, vor allem aufgrund der globalen handelspolitischen Verwerfungen, ein. 

Energierechtliche Rahmenbedingungen

Das Energierecht ist im Zuge der Liberalisierung der Energiemärkte, im Zusammenhang mit dem energiepolitischen Ziel des Ausbaus der erneuerbaren Energien sowie der Einführung des Europäischen Emissionshandels, äußerst umfangreich und kompliziert geworden. Im Jahr 2018 gab es keine umwälzenden Neuerungen auf dem Energiemarkt. Das Strom- und Energiesteuergesetz wurden zwar angepasst, die Änderungen für die Kunden halten sich jedoch in Grenzen. 

Zum Jahresbeginn 2018 traten einige Änderungen in Kraft. So bleiben die gasförmigen Kraftstoffe gegenüber flüssigen Kraftstoffen steuerbegünstigt, jedoch in langsam abschmelzender Ausprägung. Für kleine KWK-Anlagen bis zwei Megawatt Leistung sollte es ursprünglich eine Steuerbefreiung geben, was jedoch nicht realisiert wurde. Für die Kunden bleibt, trotz der Neufassung, so gut wie alles beim Alten. Angepasst wurde der Entlastungssatz für schweres Heizöl an den EU-Mindeststeuersatz für Gasöl. Steuerbegünstigt werden im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzte Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge, Oberleitungsbusse und der Schienenbahnverkehr. Unternehmer des produzierenden Gewerbes, die beim Einsatz von E-Fahrzeugen ebenfalls mit einer Steuerentlastung rechneten, gehen leer aus.