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Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

An der REWAG REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG & CO KG (REWAG KG) sind als Kommanditisten die Regensburger Badebetriebe GmbH, Regensburg, mit 64,52 % sowie die Bayernwerk AG, Regensburg, mit 35,48 % beteiligt. Persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin der REWAG KG ohne Kapitalbeteiligung ist die REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG (REWAG), Regensburg.

Gegenstand der REWAG KG ist die Energie- und Wasserversorgung sowie die Telekommunikation. Hierzu gehören insbesondere die Errichtung, der Betrieb und der Unterhalt des Versorgungsnetzes. Weiterhin gehören zum Unternehmenszweck die Erzeugung, der Einkauf, der Handel und Vertrieb von Elektrizität und Gas, die Nah- und Fernwärmeversorgung, die Wassergewinnung und -verteilung sowie die Errichtung, der Betrieb und die Verpachtung von Telekommunikationsleitungen und -anlagen. Zum 31.12.2017 waren 431 (Vorjahr: 407) Mitarbeiter beschäftigt; davon waren 73 (Vorjahr: 61) teilzeitbeschäftigt. Bei der Mitarbeiteranzahl blieben längere Abwesenheiten (z. B. wegen Krankheit oder Elternzeit) unberücksichtigt.

Die REWAG KG ist an den nachfolgenden Gesellschaften direkt beteiligt:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital %
Regensburg Netz GmbH, Regensburg 100,00
RENION Erneuerbare Energien GmbH & Co KG, Regensburg 100,00
RENION Erneuerbare Energien Verwaltungs-GmbH, Regensburg 100,00
Windpark Hohenstein GmbH & Co. KG, Regensburg 100,00
Windpark Lindenhardt GmbH & Co. KG, Regensburg 70,00
Windpark Lindenhardt Verwaltungs-GmbH, Regensburg 70,00
R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH & Co. KG, Regensburg 55,30
R-KOM Regensburger Telekommunikationsverwaltungsgesellschaft mbH, Regensburg 55,30
REGAS GmbH & Co KG, Regensburg 50,00
REGAS Verwaltungs-GmbH, Regensburg 50,00
Stadtwerke Weimar Beteiligungs-GmbH, Weimar 25,00

 

Zur wertorientierten Steuerung des Unternehmens sowie der einzelnen Sparten setzen wir ein unternehmenseinheitliches Planungs- und Controllingsystem ein, das die effiziente Verwendung unserer Finanzmittel gewährleistet. Unsere wesentlichen Kennzahlen zur Steuerung des operativen Geschäftes und zur Beurteilung der Finanzlage sind das EBIT, der nachhaltige Unternehmensüberschuss, die ausgabewirksamen Investitionen und der Verschuldungsfaktor. Zur internen Steuerung für die nachhaltige Ertragskraft unserer Sparten verwenden wir ein um außergewöhnliche Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Darüber hinaus berichten wir dem Aufsichtsrat der REWAG quartalsmäßig über die Unternehmensentwicklung in Form von Ist-Plan-Abweichungen hinsichtlich Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan.

Rahmenbedingungen

Das energiepolitische Geschehen war in der Vergangenheit, insbesondere in Deutschland, stark geprägt von der Auseinandersetzung über die Energieversorgungssysteme. In den letzten Jahren lag hierbei der Fokus in der Erzeugung und Förderung der erneuerbaren Energien. Die Energiepolitik orientiert sich nun stärker hin zu den Endverbrauchern. Der dazu notwendige Transformationsprozess ist von der Europäischen Union (EU) vorgegeben. Das sog. „Saubere Energie für alle Europäer“- Paket soll den privaten Haushalten durch bessere Dienstleistungen Geld und Energie einsparen helfen. Durch Anpassungen im Strommarkt-Design sollen hohe Anteile von Wind- und Sonnenenergie effizient eingespeist werden können. Die Verteilnetzbetreiber übernehmen eine zentrale Rolle in der Umsetzung der Energiewende, allen voran in der Ausgestaltung des Energiesystems. Die Energieeffizienz wird vor allem gestärkt durch einen Energiemix und Speichertechnologien, insbesondere auch mit erneuerbarem Strom in den Bereichen Wärme und Transport. In diesem ordnungs- und energiepolitischen Umfeld besteht die Aufgabe der Energieversorgungsunternehmen darin, die Umsetzung aktiv mitzugestalten.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich insgesamt positiv entwickelt. Im Laufe des Kalenderjahres 2017 stieg die globale Wirtschaftsleistung nach den Schätzungen des Internationalen Währungsfonds um 3,7 % (Vorjahr: + 3,2 %). Die konjunkturelle Grunddynamik hat sich auch in der Eurozone leicht verbessert. Nach Angaben der EU ist das Bruttoinlandsprodukt 2017 um 2,3 % gestiegen (Vorjahr: + 2,1 %). Das konjunkturelle Gesamtbild ist vor allem durch die Anziehung der Binnennachfrage, einer robusten Arbeitsmarktentwicklung sowie einem verbesserten Investitionsklima geprägt. Die von der Europäischen Zentralbank im Oktober 2017 angekündigte Reduzierung des Anleihenkaufprogramms hat zu einer deutlichen Aufwertung des Euro geführt. Leitzinserhöhungen sind, im Gegensatz zur USA, aktuell nicht in Sicht. In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt nach vorläufiger Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Berichtszeitraum um 2,2 % (Vorjahr: + 1,9 %).  Erfreuliche Impulse kamen hierbei vor allem durch die gute Binnenkonjunktur, insbesondere im Bausektor.

Energierechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtszeitraum war die energiepolitische Debatte in Deutschland vor allem durch die Diskussion zur Umsetzung der Energiewende, eines kosteneffizienten Netzausbaus sowie einer solidarischen Verteilung der Netzkosten geprägt.

Eigenkapitalzinssätze für die 3. Regulierungsperiode

Im Oktober 2016 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Eigenkapitalzinssätze für die Dauer der dritten Regulierungsperiode (Gas ab 2018 und Strom ab 2019) veröffentlicht. Der Zinssatz beträgt für Neuanlagen 6,91 % vor Steuer und für Altanlagen 5,12 % vor Steuer. Für die zweite Regulierungsperiode betragen die Zinssätze noch 9,05 % bzw. 7,14 %. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am 22.03.2018 entschieden, dass die von der BNetzA festgelegte Höhe der Eigenkapitalzinssätze für Strom- und Gasnetze zu niedrig ist. Die Zinsen müssen von der BNetzA neu berechnet werden. Gegen dieses Urteil kann beim Bundesgerichtshof noch Beschwerde eingelegt werden. Grundsätzlich sind die Eigenkapitalzinsen maßgeblich für die Renditen der Netzbetreiber.