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Olaf Hermes

Brief des Vorstands

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Eine junge Besucherin im Wasserwerk Sallern antwortete unlängst spontan auf die Frage, woher das Trinkwasser denn eigentlich komme: „Aus dem Wasserhahn!“ Grundsätzlich duldet die Aussage der gewieften Schülerin keinen Widerspruch. Morgens Zähne putzen, Kaffee oder Tee aufbrühen, ein Glas Wasser trinken, duschen – alles aus der installierten Leitung. Trinkwasser, sauber, rein und selbstverständlich. Im Durchschnitt verbraucht jeder Regensburger und jede Regensburgerin eine knappe Badewanne voll davon - jeden Tag. Nur die wenigsten machen sich Gedanken, wer diese Selbstverständlichkeit eigentlich garantiert.

Die REWAG investiert eine Menge Aufwand und viel Geld in die Qualität des Trinkwassers und dessen Versorgungssicherheit. Investitionen, damit aus den Wasserhähnen von über 80.000 angeschlossenen Haushalten zu jeder Tages- und Nachtzeit sauberes und reines Trinkwasser sprudelt: Vom Brunnen bis zum Hahn. Aus bis zu 168 Meter Tiefe hochgepumpt, teilweise über 12 Hochbehälter auf den Hügeln der Stadt, in mehr als 1.000 Kilometer Rohrleitung und durch diverse Donaudücker zum Endverbraucher. Eine faktisch unsichtbare Infrastruktur, die es gilt instand zu halten, zu erneuern, zu erweitern, Puffer in Form von Hochbehältern für die Versorgungssicherheit zu schaffen sowie Vorsorge und Kontrolle für die Trinkwasserqualität zu treffen. 

Die Reise des Wassers beginnt freilich bereits viel früher: Auf dem Acker, im Wald, überall dort, wo der Niederschlag versickert. In der speziellen Geologie des Kalksteins aus einem Einzugsgebiet, das in nordwestlicher Richtung bis über Burglengenfeld hinausreicht. Konsequenter Weise beginnt der Einsatz der REWAG beim Schutz des Grundwassers. Kooperationen mit Landwirten im Wasserschutzgebiet und gemeinsames Engagement mit anderen Wasserversorgern aus der Region setzen langfristige Zeichen, um sauberes und reines Trinkwasser auch morgen zu garantieren. Über 120.000 Euro jährlich kosten alleine die 1.700 Proben und Analysen für die ständige Qualitätskontrolle. Millionen Euro an Investitionen sind für Maßnahmen notwendig, um beispielsweise die Trinkwassergewinnungsanlagen vor dem Eintrag von Oberflächenwasser zu schützen. Plante man früher das worst-case-szenario mit dem Wasserstand eines Jahrhunderthochwassers, sprechen Meteorologen in Zeiten von Klimawandel und Extrem-Wetterlagen von einem ‚Q Extrem’, einem maximal erreichbaren Hochwasserstand. Weil dem Wasserwerk Sallern für die Versorgung der Stadt eine zentrale Rolle zukommt, investiert die REWAG dort in den kommenden Jahren über zwei Millionen Euro in neue Deiche. Am Oberen Wöhrd erfolgen Sicherungsmaßnahmen, die das zweite Wasserwerk der Stadt vor Hochwasser schützt. Auf dem Mühlberg bei Haslbach wurde soeben ein neuer Hochbehälter in Betrieb genommen mit ausreichend Kapazität um auch die Versorgung der Neubaugebiete im Stadt-Norden zu gewährleisten. Neben Qualität und Sicherheit spielen selbstverständlich auch Effizienz und Betriebskosten eine wichtige Rolle. Zwei neu in Betrieb genommene Pumpen sparen im Wasserwerk Sallern seit diesem Jahr ein Viertel des Energieverbrauchs gegenüber ihren Vorgängern ein. 

Alles, damit jeder Regensburgerin und jedem Regensburger unbedenklich und dennoch kostengünstig die 123 Liter Trinkwasser des täglichen Durchschnittverbrauchs jederzeit zur Verfügung stehen: Immer frisch, klar und rein.

 

Olaf Hermes